Kirche Jonaswalde
Kirche Jonaswalde - Innenraum
Die Kirche Jonaswalde gehört seit 2006 zum Kirchspiel Thonhausen – eine Gemeinde mit rund 100 Mitgliedern und einer Geschichte, die weit vor die Reformation zurückreicht. Die barocke Kirche mit ihrer markanten zwiebelförmigen Kuppel wurde 1745 in ihrer heutigen Form erbaut. Die Orgel von Christoph Opitz (1858) erklingt monatlich beim Gottesdienst sowie zweimal jährlich bei Konzerten.
- Barockkirche, heutige Form seit 1745
- Zwiebelförmige achteckige Kuppel
- Innenrestaurierung 1989 (H. Kretzschmar)
- Orgel von Christoph Opitz (1858)
- Orgel weitgehend original erhalten
- Gottesdienste & Andachten
- Orgelkonzerte & Musicals
- Friedhof in kirchlicher Eigenregie
- Viele ehrenamtliche Helfer
Geschichte der Kirchgemeinde
Jonaswalde gehörte vor der Reformation zur Pfarrei Nöbdenitz, die Gemeinde wurde von dort von einem Kapellan betreut. Die Urpfarrei Nöbdenitz bestand aus den Orten Jonaswalde, Mennsdorf, Nöbdenitz, Posterstein, Vollmershain und Wettelswalde und gehörte zum Archidiakont Pleißenland im Bistum Naumburg.
Nach Einführung der Reformation im Fürstentum Altenburg 1529 und einer Visitation im Jahr 1533 wurde die Jonaswalder Kirche Filialkirche im Kirchspiel Nischwitz. Sie gehörte seitdem, gemeinsam mit der Filialkirche Heukewalde, bis zum Jahr 2006 zum Kirchspiel Nischwitz und gehört seitdem zum Kirchspiel Thonhausen.
Über den Ursprung der Kirche ist nichts überliefert. Vor der Reformation soll nur eine Kapelle bestanden haben. Der Glockenturm könnte auf den Mauerresten der ersten spätgotischen Kapelle errichtet worden sein – die noch vorhandenen Fensternischen lassen diese Vermutung zu. Die Kirche in ihrer jetzigen Anlage wurde im Barockstil errichtet.
Quelle: Kirchenchronik
Die Orgel
Bereits 1767 hatte sich die Kirchgemeinde entschlossen, eine Orgel anzuschaffen. Der Orgelbauer Johann Jacob Schramm legte einen Vorschlag für 450 Taler vor, forderte bei der Besichtigung aber zunächst die Reparatur des Turmes. 1772 erhielt Johann Friedrich Faust aus Lengefeld den Auftrag, seine vorgefertigte Orgel für 80 Taler aufzubauen – bei der Prüfung wurden jedoch erhebliche Mängel festgestellt, die auch durch mehrmalige Reparaturen nicht behoben wurden. 1818 wurde das Instrument abgebaut und auf dem Dachboden eingelagert.
Erst 1856 kam ein Vertrag mit Christoph Opitz aus Dobra über einen Orgelneubau für 562 Taler zustande. Die Arbeiten wurden 1858 abgeschlossen. Im Krieg wurden die Zinnpfeifen entfernt und später durch Zinkpfeifen ersetzt; der Antrieb erfolgt heute über einen Elektromotor. Das Instrument ist noch weitgehend original erhalten, bedarf jedoch einer größeren Restaurierung. Zu den monatlichen Gottesdiensten und zweimal jährlich bei Konzerten wird es bespielt.
Quelle: „Christoph Opitz – Orgelbauer" von Wolfgang Bauer
- Ulrike Halbauer
- Birgit Salomon
- Luise Sparschuh
- Kathrin Walter
- Solveig Hambuch
- Heike Naumann

