Mannichswalde

Taufe in der Thonhausener Kirche am 5.Juni 2021

Taufe in der Thonhausener Kirche am 5.Juni 2021

In der Thonhausener Kirche wurde am 5.Juni 2021 getauft:  

Lea Taemmler

 Jes. 41,13 „Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“

Wir wünschen Lea von Herzen Gottes Schutz und Segen !

 

 

 

 

 

 

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13. Mai 2021 Himmelfahrt – Gottesdienst in der Mannichswalder Kirche

13. Mai 2021 Himmelfahrt – Gottesdienst in der Mannichswalder Kirche

Ich aber werde von der Erde erhöht werden, und dann werde ich alle zu mir ziehen.

Johannes 12,32

Es ist die selbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn vom Tod auferweckte und in der himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte. Dort thront jetzt Christus über allen unsichtbaren Mächten und Gewalten, über allem, was irgend Rang und Namen hat, in dieser Welt und auch in der kommenden.

Alles hat Gott ihm unterworfen;ihn aber, den Herrn über alles, gab er der Gemeinde zum Haupt. Die Gemeinde ist sein Leib: Er, der alles zur Vollendung führen wird, lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle.

Epheser 1,20-23 ,Gute Nachricht Bibel,Deutsche Bibelgesellschaft

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus 28,20

 

 

 

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18.04.2021 Andacht zum Hirtensonntag

18.04.2021 Andacht zum Hirtensonntag

Und des HERRN Wort geschah zu mir: Weissage gegen die Hirten Israels in meinem Namen und sprich zu ihnen: Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Ich will meine Herde von ihren Händen fordern und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen. Und ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen und ich will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut sind. Ich will sie aus allen Völkern herausführen will sie in ihr Land bringen. Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist“ (Hesekiel 34).

Ein Schäfer sitzt irgendwo in Brandenburg mit seinem Hund zum Gottesdienst in der Kirche. Doch nicht bis zum Ende. Denn als der Pfarrer bei seiner Predigt von seiner Kanzel lautstark zum Besten gibt, dass „ein guter Hirte immer bei seinen Schafen bleibt!“, sagt der Schäfer zu seinem Hund: „Komm, Hasso, wir gehen, der Pfarrer stänkert schon wieder.“

Der Predigttext vom 18. April doch so etwas wie eine Allgemeinverfügung gegen schwarze Schafe unter den Hirten. Und die gibt es überall da, wo Menschen ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Und das beginnt ganz unten: Bei Eltern, die ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen. Und das endet ganz oben: Bei Politikern und Bossen der Wirtschaft, die im Rampenlicht stehen und denen es wichtiger ist, ihr Schäflein ins Trockene zu bringen, als der Allgemeinheit zu dienen. Ganz aktuell: Der Maskenskandal, der die CDU schwer erschüttert hat. Die Vordrängler beim Impfen, und, und, und … Wie aktuell doch die alten Texte der Bibel sind!

Doch Gott keiner, der die schwarzen Schafe unter den Hirten

einfach austauscht oder vor die Hunde gehen lässt, sondern “der sich seiner Herde selbst annehmen wird”. Und genau das tut Jesus 500 Jahre nach Hesekiel als der gute Hirte, wenn er uns wissen lässt: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben“ (Johannes 10). So ist das: Jesus tritt als guter Hirte an die Stelle der Hirten, die versagt haben. Und ich darf mit dem 23. Psalm beten: “Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser” (Psalm 23). Wer wünscht sich das nicht für sein Leben? Wer wünscht sich das nicht in dieser nicht enden wollenden Pandemie? Mich fasziniert die Gelassenheit, die dieser Psalmvers ausstrahlt. Eine Gelassenheit, die sich gerade in der Verlassenheit auf Gott verlässt. Und wir alle brauchen doch die Erfahrung, die da sagt: Der gute Hirte steht zu seinem Wort! Und wir sind eingeladen, auf seine Stimme zu hören und seinen Worten zu vertrauen. Das, was die Bibel mit dem Wort Nachfolge beschreibt. Und dazu braucht es eine gehörige Portion an Vertrauen, dazu braucht es so etwas wie Urvertrauen, wie es kleine Kinder zu ihren Eltern haben. Vertrauen, das einfach da ist und das nicht wankt. Vertrauen, das aber nur als Geschenk zu haben ist. Und soviel steht doch fest: Ohne Vertrauen ist kein Leben möglich, das diesen Namen verdient. Stellen wir uns doch nur einmal vor, wir würden alles hinterfragen und überall nur Gefahren wittern. In den nächsten Monaten soll ja jeder ein Impfangebot bekommen. Und wird das Impfangebot wahrgenommen, dann vertraut man doch einfach darauf, dass der verabreichte Impfstoff auch schützt. Und dabei weiß doch niemand von uns, was in der Spritze ist, weil wir keine Virologen sind.

Komisch: Da vertrauen wir bewusst oder unbewusst fast jedem und allen, aber mit dem guten Hirten, mit Jesus Christus haben wir da oft unsere Schwierigkeiten.

Wie gesagt, diese Art von Vertrauen gibt es nur als Geschenk! Aber dieses Geschenk schmeißt mir Gott nicht einfach so in den Schoß, sondern das wird mir da geschenkt, wo ich auf die Stimme des guten Hirten höre und diesem Hirten folge.

Und ich darf Gottes Gegenwart spüren. Ich darf erfahren, dass mich der Friede Gottes umschließt. Und ich darf erfahren, dass mein Leben von der Freude an meinem guten Hirten bestimmt ist und es in ihm Sinn und Grund findet und ich nicht in die Hände schwarzer Schafe unter den Hirten gerate.

Der 23. Psalm:

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden

mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben

im Hause des Herrn immerdar.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn

und dem Heiligen Geist,

wie im Anfang,

so auch jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

Thonhausen, 16.4.2021           Ihr Pfarrer Jörg Dittmar

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5.4.2021 Ostergottesdienst in Mannichswalde

5.4.2021 Ostergottesdienst in Mannichswalde

Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht umher laufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.

Karl Barth

Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, daß es in der Welt die große segnende Kraft Gottes gibt. Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln- zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.

Martin Luther King

 

Daß ER durch Mauern

drang

und verriegelte Tür -,

unglaublich, legendär ?

War wohl ein Armenhaus,

lehmig, porös

für Wunschträume.

Durch unseren Beton,

sachlich und kühl,

wär Er schon nicht gekommen.

Kam aber,

unvermutet wie einst

durch mehr als Granit und Stein,

durch mein Verschlossensein.

Kam aber,

mit diesem Friedensgruß.

Manfred Haustein

 

 

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Er ist auferstanden !

Er ist auferstanden !

Wir wünschen von ganzem Herzen ein frohes und gesegnetes Osterfest !

www.youtube.com/watch?v=-j3NZEdHQaI

 

 

 

 

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Wie geht es mit den Gottesdiensten weiter ?

Wie geht es mit den Gottesdiensten weiter ?

Wieder Gottesdienste ab dem 21. März:

21.3.: 9.15 Uhr Jonaswalde & 10.15 Uhr Mannichswalde

28.3.: 9.15 Uhr Nischwitz & 10.15 Uhr Heukewalde

1.4.: 18.00 Uhr Jonaswalde

2.4.: 9.15 Uhr Thonhausen & 10.15 Uhr Vollmershain & 14.00 Uhr Mannichswalde

4.4.: 9.15 Uhr Thonhausen & 10.15 Uhr Vollmershain

5.4.: 9.15 Uhr Nischwitz & 10.15 Uhr Mannichswalde &

14.00 Uhr Heukewalde

Ihr Pfarrer Jörg Dittmar

Bitte immer die Hinweise der aktuellen Coronavirussituation beachten.

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14.03.2021 Andacht zum Sonntag Lätare

14.03.2021 Andacht zum Sonntag Lätare

Andacht Sonntag Lätare 2021

Psalm 84 – Freude am Hause Gottes

Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es! Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt! Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Das Wort vom Weizenkorn (Johannes 12,24): Jesus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Man könnte ja meinen, in dem neuen Wochenspruch will Jesus uns über den natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen belehren. Doch er spricht in dem Bildwort vom Weizenkorn von seinem Leiden und Sterben, aber doch auch von seiner Auferstehung. Er spricht von dem ihm vorgezeichneten Weg seines himmlischen Vaters, den er unbeirrbar gehen wird, weil nur so Frucht entstehen kann: Ewiges Leben, das Jesus uns schenken will.

Aber eine Frucht muss abgenommen werden! Und das bedeutet im geistlichen Sinn die Bereitschaft, den Weg Jesu mitzugehen. Genau das sagt Jesus nach dem neuen Wochenspruch:

Wer sein Leben lieb hat, der wird’s verlieren. Wer mir dienen will, der folge mir nach!“

Nachfolge, Verzicht, selbst Opfer werden, selbst Weizenkorn sein oder werden! Aber will ich das wirklich? Doch ein Jesus, der scheinbar nur fordert. Dann doch lieber in dieses Leben und in die Jahre, die ich noch vor mir habe, alles reinpacken, was reinzupacken geht!

Nein und Gott sei Dank: Jesus fordert doch nicht nur, sondern er doch auch der, der sagt:

Wer sein Leben hingibt, der wird es empfangen!“

Hingabe, Verzicht. Aber doch ein Mehr, weil da etwas in mir wächst. Wie sooft im Leben:

Das Paar, das ein Kind bekommt. Aber um das Kind gut zu versorgen, müssen die Eltern auch verzichten: Weniger Geld, weniger Schlaf und, und, und … Aber unter dem Strich werden fast alle Eltern sagen: Durch unser Kind ist unser Leben viel reicher geworden!

Und das gilt auch für den Weg des Glaubens. Und der ist doch in den seltensten Fällen geradlinig, sondern es geht auf und ab. Gott eben nicht der, der die Seinen in Watte packt, sondern er doch auch der, der uns Dinge widerfahren lässt, die wir auf den ersten Blick eigentlich nicht mit ihm und seiner Liebe vereinbaren können.

Letztlich ein Sterben mitten im Leben:

Brüche in meiner Biographie, die ich so nie wollte.

Vielleicht auch so manche trügerische Hoffnung, die sterben muss, weil sie nicht auf Gott ausgerichtet ist.

Die andauernde Pandemie, die ich nur noch als Zumutung empfinden kann.

Oder auch der viel zu frühe Tod von lieben Angehörigen, Notsituationen, Krankheiten und Krisen.

Aber oft sind es genau derartige Situationen, in denen Gott in uns Neues wachsen lässt und uns deutlich macht, dass er die Dinge weiter in der Hand hat.

Gott sei Dank ist das Bild vom Weizenkorn doch auch voller Trost und Zuversicht, weil es von der Frucht her denkt und jedem, der Jesus vertraut sagt: „Alles wird gut!“

Ein Bild, das mich ermutigen will, immer wieder Ja zu Gottes Weg mit mir zu sagen.

Ein Bild, das mich nicht unvorbereitet lässt, sollte es mich mal hart treffen.

Ein Bild, das mir vielleicht auch hilft, mich mit meinem Schicksal auszusöhnen, mit dem ich sonst nur immer weiter hadern würde.

Denn mir ist gesagt: Das Weizenkorn mit dem Namen Jesus ist in die Erde gefallen und gestorben, doch es blieb im Tod nicht allein und brachte viel Frucht.

Und das gilt auch, wenn ich noch nicht viel von der Frucht sehen kann. Doch ich darf Jesus vertrauen! Dem, der mich nicht in Watte packt, der mir aber ein erfülltes Leben hier und ein ewiges in seiner Gemeinschaft verspricht.

Wenn Gott uns nicht gibt, was wir wünschen, wird er uns geben, was besser ist.“ So die Erfahrung von Dietrich Bonhoeffer hinter dicken Gefängnismauern, als sein Todesurteil schon lange beschlossen war. Sein Tod dann am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg, wo ihn die Nazis noch kurz vor Ende des 2. Weltkrieges hinrichteten.

Gott des Himmels und der Erden (EG 445)

1) Gott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und Heilger Geist, der es Tag und Nacht lässt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und was drinnen ist, erhält:

2) Gott, ich danke dir von Herzen, dass du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, dass des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist.

4) Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein
kann ich recht bewahret sein. Amen.

Ihr Pfarrer Jörg Dittmar

 

 

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07.03. 2021, Andacht zum Sonntag Okuli

07.03. 2021, Andacht zum Sonntag Okuli

Andacht Sonntag Okuli 2021

Psalm 34 – Unter Gottes Schutz

Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen! Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude. Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

An die 50 Jahre her, Florenz, Italien: Furbelone, der Chef der Roten Brigaden plant einen Banküberfall. Zwei als Polizisten verkleidete Terroristen stehen am Eingang einer Bank, zwei andere warten darauf, in die Bank einzudringen, um die Kassierer mit Waffengewalt zur Herausgabe des Geldes zu zwingen. Ein Fluchtauto mit laufendem Motor steht in der Nähe. Und Furbelone sitzt verkleidet als Bettler auf den Stufen der gegenüberliegenden Kirche, um von dort aus das Einsatzzeichen für den Überfall zu geben.

Doch als der Überfall beginnen soll, kommt eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter an der Hand die Treppe zur Kirche herauf, um dort mit ihrer Tochter zu beten. Doch das Mädchen sieht den Bettler und bietet ihm ihr Frühstück an, das für die Schule bestimmt war. Und das Mädchen tut das mit einem liebevollen Blick, der den eiskalten Terroristen überwindet. Denn dieser weiß sich von diesem Augenblick an geliebt. Und anstatt das Zeichen zum Überfall zu geben, nimmt der Chef der Roten Brigaden das Brot und geht mit in die Kirche. Furbelone wird Christ und sein Terroristendasein war zu Ende.

Diese Begebenheit doch ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Liebe Hass überwinden kann. Im Predigttext für den 3. Sonntag der Passionszeit fordert uns Paulus zu solcher Liebe auf (Ephesser 5,1-2):

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben.“

Lieben wie Jesus? Geht das überhaupt? Ist das nicht Schwärmerei? Ist das nicht doch ein wenig zuviel, was da von uns gefordert wird?

Fest steht: Menschlich gesehen ist’s unmöglich. Doch für Paulus steht fest, dass jedem Christen von Gott ein neues Leben geschenkt ist und es von daher möglich ist, diesem Anspruch auch gerecht zu werden. Und wörtlich sagt Paulus im Griechischen: Mimt Gott als seine geliebten Kinder nach!“

Macht’s wie die Kindern, die das Meiste einfach dadurch lernen, dass sie das Verhalten ihrer Eltern ganz einfach kopieren.

Die machen uns doch alles nach!“, hat mir mal ein Lehrer gesagt. Aber hinter dieser Aussage steckt doch auch die weniger tolle Erfahrung, dass Kinder das auch in den Dingen tun, wo sie es unserem Wunsch nach nicht tun sollten. „Gott mimen, Gott nachahmen als seine geliebten Kinder!“ Gelingt letztlich nur da, wo wir auf das sehen, was Jesus in seiner Liebe, in seinem Leiden und Sterben für uns getan hat.

Von Nikolaus Ludwig Zinzendorf, auf den die Herrenhuter Losungen zurückgehen, ist bekannt, dass er Anfang des

18. Jahrhunderts in einer Düsseldorfer Galerie vor einem Kreuzigungsbild von Domenico Feti steht, auf dem auch der Satz zu lesen ist: „Das tat ich für dich – was tust du für mich?“ Und dieser Moment sollte das Leben des jungen Grafen grundlegend verändern.

Die Liebe Jesu, die nicht sich selbst, sondern mir gilt.

Von wegen, Jesus wäre verpflichtet, mir seine Liebe zu schenken. Doch er will es tun. Und diese Liebe darf ich empfangen. Und weil sie nicht abnimmt, darf ich sie auch an andere weitergeben und ich darf auch in dieser Zeit für andere zum einem Mutmacher und Hoffnungsträger werden.

Aber wie kann es gelingen, dass ich die Liebe Gottes empfange und dann weiter geben kann?

Ich finde es so toll, dass Paulus nicht die moralische Keule schwingt und sagt: „Strengt euch gefälligst an, habt euch im Griff!“ Sondern Paulus sagt einfach: „Wandelt wie die Kinder des Lichts“ (Ephesser 5,8)!

Und das heißt doch:

Sich dem Licht der Liebe Gottes einfach aussetzen! Und das funktioniert wie mit der wärmenden Frühlingssonne, in die ich mich stellen muss, will ich sie spüren:

Da muss ich vielleicht mal paar Meter gehen, muss vielleicht auch etwas aus dem Weg räumen, was mir und der Sonne im Wege steht. Und sei es nur, dass ich mal eine Gardine aufziehen muss.

Was steht da vielleicht zwischen Gott und mir, dass mich seine Liebe und sein Licht nicht erreichen? Oder wo habe ich vielleicht auch mal mein dunkles Nest zu verlassen?

Einen Rat gibt Paulus auch noch, wenn er schreibt: „Seid dankbar“ (Ephesser 5,4)!

Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn (EG 602)

1) Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn, er hat dir viel Gutes getan. Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern. Du darfst ihm, so wie du bist, nahn.

Refrain: Barmherzig, geduldig und gnädig ist er vielmehr, als ein Vater es kann. Er warf unsere Sünden ins äußerste Meer, Kommt, betet den Ewigen an.

2) Du kannst ihm vertrauen in dunkelster Nacht, wenn alles verloren erscheint. Er liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht ist näher als je du gemeint.

3) Im Danken kommt Neues ins Leben hinein ein Wünschen, das nie du gekannt, dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein vom Vater zum Erben ernannt.

4) In Jesus gehörst du zur ewigen Welt zum Glaubensgehorsam befreit. Er hat dich in seine Gemeinde gestellt und macht dich zum Dienen bereit.

Ist einfach so und sogar Studien belegen es: Wer dankt ist ruhiger, zufriedener und glücklicher.

Ihr Pfarrer Jörg Dittmar

 

 

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28.2.2021 , Andacht zum Sonntag Reminiszere

28.2.2021 , Andacht zum Sonntag Reminiszere

Andacht zum Sonntag Reminiszere 2021

Psalm 25

Nach dir, HERR, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich; lass mich nicht zuschanden werden. Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret. HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich. Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind. Die Wege des HERRN sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten. Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.  Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten! Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Das Weinberglied (Jesaja 5,1-7)

Hört mir zu! Ich singe euch das Lied meines Freundes von seinem Weinberg: Auf fruchtbarem Hügel, da liegt mein Stück Land, dort hackt ich den Boden mit eigener Hand, ich mühte mich ab und las Felsbrocken auf, baut Wachtturm und Kelter, setzte Reben darauf. Und süße Trauben erhofft ich zu Recht, doch was dann im Herbst wuchs, war sauer und schlecht. Jerusalems

Bürger, ihr Leute von Juda, was sagt ihr zum Weinberg, was tätet denn ihr da? Die Trauben sind sauer – entscheidet doch ihr: War die Pflege zu schlecht? Liegt die Schuld denn bei mir? Ich sage euch, Leute, das tue ich jetzt: Weg reiß ich die Hecke, als Schutz einst gesetzt; zum Weiden sollen Schafe und Rinder hinein! Und die Mauer ringsum – die reiße ich ein! Zertrampelnden Füßen gebe ich ihn preis, schlecht lohnte mein Weinberg mir Arbeit und Schweiß! Ich will nicht mehr hacken, das Unkraut soll sprießen! Der Himmel soll ihm den Regen verschließen! Der Weinberg des HERRN seid ihr Israeliten! Sein Lieblingsgarten, Juda, seid ihr! Er hoffte auf Rechtsspruch – und erntete Rechtsbruch, statt Liebe und Treue nur Hilfeschreie!

Singen verboten! Und wenn es erlaubt wäre, wohl niemand würde in das frustrierende „Weinberglied“ einstimmen wollen, das am 2. Sonntag der Passionszeit Predigtext ist.

Der Weinberg, der für Gottes Volk steht. Und er selbst der Weinbergbesitzer, der alles, aber auch alles getan hat, damit sein Volk gute Früchte bringen kann. Doch: “Es brachte nur schlechte!”

Doch wie sieht es mit uns aus? Wir etwa auch Menschen, die trotz aller göttlichen Mühe keine guten Früchte bringen? Unsere Geschichte mit Gott etwa auch alles andere als eine Erfolgsstory, sondern auch nur eine des Scheiterns Gottes an uns? Alle seine Mühe mit uns vergeblich, aller Einsatz vielleicht für die Katz? Unsere bedrückende Situation vielleicht eine Bestrafung durch Gott nach Gießkannenprinzip?

Der Entschluss des Weinbergbesitzers doch nachvollziehbar: Rückbau seines Weinberges!

Doch gibt Gott wirklich so einfach auf, weil auf dem Boden dieser Welt nichts Rechtes gedeiht? Bricht Gott wirklich seine Geschichte mit uns ab und überlässt er uns wirklich uns selbst?

Überraschend ist, dass in dem Weinberglied zwar die Verwüstung des Weinbergs angekündigt, die aber nicht geschildert wird. Doch so, als halte Gott die Luft an.

Ich höre da etwas von Gottes tiefer Sehnsucht nach uns, ich höre in diesen doch so ernsten Zeilen, dass Gott noch Großes mit uns vorhat, das trotz aller Enttäuschungen, trotz vergeblicher Mühe und Arbeit seinerseits.

Und der Weinbergbesitzer Gott startet einen zweiten Versuch: Er verweist uns auf Jesus und sagt uns damit, dass seine Geschichte mit einem jeden von uns eben nicht zu Ende ist.

Kein zweiter Weinberg, sondern ein Weinstock, den Gott pflanzt!

Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mit bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht!”

So Jesus. Und das heißt doch: Nur an und in Jesus können wir Menschen sein oder werden, die Gott Früchte bringen, an denen er Wohlgefallen hat. Freilich, wir können auch ohne Jesus Früchte bringen. Aber ohne ihn eben keine, die in Gottes Augen als Früchte durchgehen würden.

Jesus unser Weinstock, wir seine Reben. Jesus der, der uns das geben will, was wir brauchen. Und er der, der im Glauben an ihn dafür Sorge tragen wird, dass in uns Früchte heranreifen, an denen Gott sein Wohlgefallen hat.

Und das gilt auch in der gegenwärtigen Situation, die sich niemand ausgesucht hat und die wir alle satt haben.

Paulus sagt einmal in seinem Römerbrief: “Denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen!”

Darauf will ich vertrauen! Das will ich besingen: „Bei dir Jesus, will ich bleiben!“. Noch nicht im Gottesdienst, aber umso lauter vielleicht unter der Dusche.

Ihr Pfarrer Jörg Dittmar

Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406)

1) Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben
zuströmt Kraft und Lebenssaft.

2) Könnt ich’s irgend besser haben als bei dir, der allezeit
soviel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit?
Könnt ich je getroster werden als bei dir, Herr Jesu Christ,
dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist?

3) Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören,
Treue bis in Tod und Grab?
Amen.

 

 

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